Verhinderungspflege

Mit der Verhinderungspflege lassen sich jährlich bis zu 1.612 Euro flexibel für Pflegeleistungen bezahlen. Wahlweise können Sie seit dem 01. Januar 2015 auch 50% des jährlichen Kurzzeitpflegebudgets der Verhinderungspflege hinzufügen. Somit erhöht sich jährliche Betrag des "Jokers Verhinderungspflege" auf 2.418 Euro.

Hierbei ist wichtig, dass mindestens sechs Monate Hilfe bei der Pflege vorliegt.

Es muss nicht wie irrtümlich angenommen in der Zeit auch ein Pflegegrad vorgelegen haben.

Es reicht vollkommen aus, wenn ein pflegender Angehöriger die bisherigen Pflege mindestens ein halbes Jahr übernommen hat.

 

Damit Sie die Verhinderungspflege nutzen können muss mindestens ein Pflegegrad 2 vorliegen.

Wie kann ich die Verhinderungspflege verwenden?

Sie können die Verhinderungspflege maximal für 42 Tage im Jahr in Anspruch nehmen, etwa wenn die Hauptpflegeperson einmal eine längere Auszeit benötigt.

 

Das besonders Interessante ist jedoch die Option, Verhinderungspflege auch stundenweise in Anspruch nehmen zu können. So lassen sich ganz normale Pflegeeinsätze oder Betreuungsstunden damit finanzieren.

Wenn der Einsatz pro Tag nicht mehr als 8 Stunden dauert, wird das Pflegegeld nicht gekürzt und es können mehr 42 Tage pro Jahr in Anspruch genommen werden.

 

Bei stundenweiser Verhinderungspflege erhalten Sie also auch bei Pflegegeldbezug, 100% des Pflegegeldes weitergezahlt.

So könnte in etwa die hauswirtschaftliche Reinigung der Wohnung trotzdem von einem ambulanten Pflegedienst übernommen werden. Und Sie haben in der Zeit den Kopf frei, um sich um angenehmere Dinge als den Hausputz zu kümmern.

 

Verhinderungspflege ist der "Joker" zur Finanzierung der Pflegekosten